Hessischer Bildungsserver / Schulvermeidung (Absentismus)

Ursachen 2

Der Einfluss von Schule, Familie und Peers

Schulverweigerung hat immer eine Geschichte. Jugendliche befinden sich in einer Multiproblemlage.

 

                Diagramm nach Dr. Buehrmann System Familie System Schule System Peers Persoenlichkeit des Jugendlichen

 

Wichtig ist dabei folgende Einsicht: Das Problem lässt sich nicht linear aus einer einzigen Urasche (z.B. einem zerrütteten Elternhaus) heraus erklären und lösen, sondern muss immer im Kontext der in der Grafik dargestellten Einflussgrößen betrachtet werden. Erfolgreiche Präventions- und Interventionsansätze zeichnen sich dadurch aus, dass sie zeitgleich und aufeinander abgestimmt in den unterschiedlichen Teilsystemen ansetzen. Beschränken sich die Bemühungen auf nur eines dieser Teilsysteme (z.B. Elternhilfe), so können diese noch so umfangreich sein, sie werden i.d.R. zu keinem Erfolg führen.

Durch das Anklicken der einzelnen Einflussgrößen erhalten Sie weitere Informationen.

Quelle: Vortrag von Dr. Thorsten Bührmann am 09.12.2009 im Hessischen Kultusministerium: „Erfolgreicher Umgang mit schulmüden Jugendlichen und Schulverweigerern - Forschungsergebnisse und Empfehlungen für die schulische und sozialpädagogische Praxis.“

Dr. Thorsten Bührmann ist Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Paderborn und bei der IN VIA Sozialwissenschaftlichen Forschungsstelle im Meinwerk-Institut. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Schulpädagogik und Schulentwicklung sowie der Evaluations- und Praxisforschung in den Bereichen Bildung und Soziale Arbeit. Er verfügt zudem über langjährige Erfahrungen in der Beratung von Schulen und Pädagogischen Einrichtungen.