Hessischer Bildungsserver / Schulvermeidung (Absentismus)

Spielräume nutzen: Schule gestalten

 

Schulvermeidung begegnen - Spielräume nutzen: Schule gestalten    

 

Um die Fehlzeiten zu minimieren bedarf es sicherlich eines Zusammenspiels von Maßnahmen. Keine wird sofort und isoliert wirken, die einzelnen Interventionen können sich jedoch zu einem Prozess verdichten, der die ganze Schulgemeinde erfassen und verändern kann. Konzepte gegen Schulvermeidung, die bereits erfolgreich an Schulen und in Kommunen verwirklicht werden, zeigen dies. Einige ihrer Elemente verändern den Schulalltag und berühren die Schulentwicklung (Praxisangebote, Ganztagsangebote, Stundenplanveränderungen, Frühbetreuung, späterer Unterrichtsbeginn, Einrichtung besonderer Klassen, etc.) Andere Maßnahmen sind schnell im Unterrichtsalltag zu verwirklichen (vgl.  Handlungsempfehlung zum Umgang mit Schulvermeidern ).

 

„Jede Schule muss hier versuchen, ihren eigenen Weg zu finden. Wenn sich eine Schule der Aufgabe stellt, die hohe Zahl zweifelhafter Fehlzeiten zu reduzieren und den damit verbundenen Arbeitsaufwand in Kauf nimmt, stellt man fest, wie wandlungsfähig eine Institution sein kann. Auch kleine Veränderungen können positive Wirkungen haben. Diese Erfahrung beflügelt und macht mutig. Je länger und ausdauernder man das Ziel verfolgt, umso erfolgreicher werden die Bemühungen."

„Wir denken, dass jede Schule, die sich dem Thema Schulverweigerung zuwendet, das Ziel und die Gründe, warum sie dieses Ziel verfolgt, schriftlich festhalten sollte. Dies kann im Rahmen des Schulprogramms oder einer anderen Form der Projektbeschreibung geschehen. Wichtig ist, dass der erklärte Wille aller Beteiligten zum Ausdruck kommt, das formulierte Ziel ernsthaft zu verfolgen."

Quellen: G. Kopplow; Berta Kos in U&E 2/2007

Referat „Schulverweigerung/Schulabsentismus" in Marburg 28.09.2004